Was für eine Dacheindeckung benötigt wird, hängt im wesentlich von der Dachart und der gewünschten Dacheindeckung ab. Alleine ein Steildach, die am häufigsten genutzte Dachform, kann man mit Dachziegeln eindecken, aber auch mit Dachschindeln aus Holz, mit Naturschiefer, mit Bitumenschindeln und letztlich mit Blech aus Kupfer oder Zink.

Steildach und Dachdeckerbedarf

Je nachdem um was für eine Dacheindeckung es geht, hat man bei einem Steildach einen unterschiedlichen Dachdeckerbedarf. Handelt es sich um eine Dacheindeckung mit Dachziegeln, so besteht der Dachaufbau hier in der Regel aus einer Dampfbremse, aus einer Dachdämmung zwischen oder auf den Sparren, eine Unterspannbahn als Abdichtung und eine Konter- und Traglattung aus Holz. Diese bildet dann auch die Grundlage für die Dacheindeckung aus Dachziegel. Und selbst bei den Dachziegeln gibt es noch große Unterschiede, sei es hinsichtlich dem Material, der Farbe, glasiert oder nicht.

Wenn es Schiefer oder Blech sein soll

Möchte man ein Steildach mit Blech, mit Naturschiefer oder mit Schindeln eindecken, so hat man hier einen anderen Dachaufbau und damit einen anderen Dachdeckerbedarf. Auch hier erfolgt die Dampfbremse und die Dachdämmung zwischen den Dachsparren, dann folgt aber eine Vollschalung aus Holz. Diese ist notwendig, damit das Blech, der Schiefer oder die Schindeln den notwendigen Halt haben. Nach der Vollschalung erfolg das Aufnageln einer Dachabdichtung für das Holz. Hier gibt es je nach Dachdecker unterschiedliche Verfahren. Teils wird dazu die Unterspannbahn verwendet, teils aber auch Dachpappe, die mit kleinen Dachpappstiften aufgenagelt wird. Gerade bei solchen Dächern erfolgt dann meist auch noch der Einbau von besonderem Zubehör, sollte später das Dach mal im Rahmen einer Reparatur bestiegen werden müssen. So erfolgt hier Einbau von Dachhaken oder Dachtritten. Zudem erfolgt gerade für die Winterzeit der Einbau von Schneefanggittern. Das hat den Hintergrund, dass aufgrund der Oberfläche, anders als bei Dachziegeln, der Schnee nicht so gut liegen bleiben kann. Egal wie ein Dach letztlich eingedeckt wird, natürlich gehört zum Dach und damit auch zum Dachdeckerbedarf noch eine Vielzahl an notwendigen Teilen. Sei es zum Beispiel die Blecheinfassung für den eventuell vorhandenen Kamin, Ortgangbleche an der Seite vom Dach oder Übergangsbleche zwischen zwei Dächern und letztlich auch die Dachentwässerung, die Dachrinne.

Das Flachdach und der Dachdeckerbedarf

Bei einem Flachdach gibt es hinsichtlich dem Dachdeckerbedarf wie auch beim Steildach, diverse Unterschiede. Wobei diese nicht ganz so groß sind. Im wesentlichen kommt es hier darauf an, was der Untergrund vom Dach ist. Dieser kann aus Holz oder aber auch als Beton sein. Hat man einen Untergrund aus Holz, so wird als Grundlage für die spätere Abdichtung Dachpappe auf das Holz genagelt. Dann erfolgt das Aufschweißen von Dachschweißbahnen aus Bitumen. Hinsichtlich den Dachschweißbahnen muss man wissen, das hier nicht nur eine Lage erfolgt, sondern in der Regel mindestens zwei. Hat man einen Untergrund aus Beton, so muss man hier keine Dachpappe aufbringen, vielmehr erfolgt hier der Auftrag von einem Bitumenaufstrich. Beides sowohl die Dachpappe oder der Bitumenaufstrich sind notwendig, damit die Dachschweißbahn später eine gute Haftung hat. Je nach Dach kann vorher noch das Auflegen von speziellen Dachdämmplatten erforderlich sein. Auch bei einem Flachdach kann es beim Dachdeckerbedarf noch Erfordernisse geben, wie Bleche oder Dachrinne für die Dachentwässerung. Auch kann man ein Flachdach begrünen mit Pflanzen oder mit Kies. Damit kann man die Dachfläche schützen.

Wie man letztlich sehen kann, ist der Bedarf an Materialien für eine Dacheindeckung sehr unterschiedlich, aber auch zum Teil sehr komplex.

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