Zwei Jahre Holztrommeln - Zwischenbilanz und Perspektiven der Netzwerkarbeit
Zwei Jahre nach seiner Gründung sind mittlerweile über 430 eingetragene Betriebe, Institutionen, Mandatsträger und Privatpersonen im Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald aktiv. Nun geht das Projekt "in die Verlängerung".
Aufgrund der guten Resonanz von den Betrieben und der gestiegenen Notwendigkeit von regionalen Holz-Informationen haben sich bereits ein Jahr vor Ablauf der offiziellen Projektlaufzeit alle an der Finanzierung beteiligten Landkreise für eine Verlängerung der Netzwerkarbeit bis August 2013 ausgesprochen.
Ein zunehmend wichtiges Tätigkeitsfeld des Netzwerkes ist der Wissenstransfer. Es unterhält enge Kontakte zu Forschungseinrichtungen und dem Cluster Forst und Holz in Bayern. Diese Nähe kommt besonders den Firmen zu gute, die Holz in modernen, manchmal ungewöhnlichen, Anwendungen verwenden, jedoch auch Schreinern oder Holzhausbauern. So konnte beispielsweise der renommierte Holzforscher Professor Jan-Willem van de Kuilen von der Holzforschung München ür einen Vortrag in Regen gewonnen werden. Netzwerkpartner aus dem gesamten Bayerischen Wald erfuhren aus erster Hand, mit welchen Innovationen im Holz sie künftig rechnen bzw. arbeiten können.
Die Betriebe des Netzwerkes öffnen einander immer mehr die Türen: Ob Holzernte mit dem Pferd, Sägewerk, Fenster- oder Küchenbauer; durch gegenseitiges Kennenlernen entstehen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Dabei kann das Netzwerk oft den richtigen Betrieb oder Ansprechpartner vermitteln.
Auch im Internet ist das Netzwerk aktiv. Den Wünschen und Anforderungen der Partnerfirmen folgend, wurde eine Vernetzungsplattform installiert: Unter www.holzregion-bayerischer-wald.de finden die Betriebe jetzt den „Markplatz Holzregion“, um Angebote und Gesuche einzustellen. Und auch Privatkunden finden hier vom Brennholz bis zum Zimmereibetrieb ihren Ansprechpartner aus dem Bayerischen Wald.
Auch im Jahr 2011 wird das Netzwerk mit verschiedenen Aktionen die Holzverwendung weiter steigern: So wird es u.a. einen Bayerwald-weiten Architekturpreis geben, eine mehrtägige Innovationenmesse sowie den bewährten Netzwerktag im Herbst. Zudem ist in jedem der beteiligten Landkreise eine Veranstaltung zum Thema „Internationales Jahr der Wälder 2011“ der Vereinten Nationen geplant. Ein Ziel wird auch sein, im Laufe des Jahres 2011 die Anzahl der Partnerbetriebe auf über 500 zu steigern und mehrere kooperative Projekte anzustoßen. Dazu werden weiterhin regelmäßige Vernetzungstreffen der Betriebe stattfinden.
Unternehmen, die von der Arbeit des Netzwerkes Forst und Holz profitieren möchten, lassen sich einfach kostenlos registrieren und werden dann zum nächsten Treffen mit Firmen aus ihrem Landkreis eingeladen.
Dipl. Kulturwirtin Anke Wischnewski (24.11.2010)