Sanierung mit Holz - Vom Hühnerstall zur Logopädie-Praxis

 

Eigene Immobilien sind nicht nur ein Zuhause, sondern auch eine Wertanlage. Durch Modernisierungen und Umbauten bestehende Gebäude an aktuelle Bedürfnisse anzupassen, zahlt sich also langfristig aus und erhöht zudem die Lebensqualität der Nutzer und Bewohner.
So lässt sich durch eine verbesserte Dämmung der Energiebedarf eines Gebäudes deutlich senken, durch Umgestaltung der Wohnkomfort erhöhen und durch Ausbau des Dachgeschosses oder Aufstockung eines Gebäudes die Wohnfläche vergrößern. Und selbst aus vormals nicht oder landwirtschaftlich bzw. gewerblich genutzten Gebäuden, lassen sich durch sorgfältige Sanierung neue Lebensräume gewinnen, wie ein Beispiel aus dem Ort Sarching im Landkreis Regensburg anschaulich verdeutlicht.

Für alle Sanierungsaufgaben, sei es am Dach, an Wänden und Fassaden, Türen und Fenstern oder Decken oder Fußböden, ist der Werkstoff Holz besonders geeignet. Warum? Holz bietet vielerlei Vorteile, auch und ganz besonders beim Umbau und der Sanierung von bestehenden Gebäuden:
Holz ist kostengünstig, leicht zu bearbeiten und ermöglicht somit variable Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem hat es hervorragende Dämmeigenschaften und wirkt feuchteausgleichend. Dies sorgt für ein neues und gesundes Wohnklima in alten Gebäuden.

Um keine kostenträchtigen Überraschungen während der Bauzeit zu erleben, ist die sorgfältige Planung und kompetente Beratung durch Spezialisten das A und O bei jedem Sanierungsvorhaben. Ansprechpartner sind im Holzbau erfahrene Handwerker bzw., bei sehr umfangreichen Maßnahmen, Architekten. Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz muss zudem die zuständige Denkmalschutzbehörde hinzugezogen werden. Zuweilen ist auch die Unterstützung durch einen Energieberater sinnvoll. Er errechnet das durch die Sanierung erreichbare Energieeinsparungspotential und informiert über zinsgünstige Kredite und Fördermöglichkeiten.

Ein gelungenes Beispiel für die Sanierung mit Holz steht im Landkreis Regensburg in Sarching auf dem Grundstück der Familie Gareis. Dort wurde aus einem ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude eine Praxis für Logopädie. Sowohl die Planung als auch die Ausführung sämtlicher Arbeiten erfolgte durch die Holzbau Dengler GmbH, ein Holzbau-Unternehmen aus Rinchnach bei Regen.

Das 43 Meter lange und 7 Meter breite Gebäude stammt aus den 50er Jahren und wurde ursprünglich für die Haltung von Hühnern genutzt. Vor ca. zehn Jahren wurden Teile des Gebäudes zu einer Wohnung umgebaut, in den letzten Jahren standen die Räumlichkeiten jedoch leer bzw. wurden lediglich als Lagerräume genutzt.
Da im Laufe der Zeit das Dach aus Eternit undicht geworden und das Gebäude wegen extremer Hitze im Sommer und ebensolcher Kälte im Winter nicht mehr nutzbar war, stand letztendlich eine grundsätzliche Entscheidung an. Abreißen oder gründlich sanieren?

"Jahrelang war ich auf der Suche nach einer Firma, die das Gebäude wieder instand setzten kann, denn man möchte das was man geerbt hat ja doch gerne erhalten" erzählt die Bauherrin. "Aber nahezu jeder hat mir zum Abriss geraten, sogar der Bürgermeister und vor allem die Nachbarn". Über das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald kam der Kontakt zur Holzbau Dengler GmbH zustande. "Schon nach der ersten Begutachtung durch die Firma Dengler war klar, für welche Teile des Gebäudes sich die Sanierung lohnt und für welche nicht", erzählt Frau Gareis. Letztendlich einigte man sich darauf, 33 Meter des Gebäudes zu sanieren. Der verbleibende, nicht sanierbare Teil wird in Kürze abgerissen werden.

Bei den Umbauarbeiten widmete man sich zunächst dem alten Dach. Nur wenige defekte Dachsparren mussten ausgetauscht werden, die übrigen wurden verstärkt und zusätzlich ein neuer Dachüberstand geschaffen. Das alte Eternit-Dach wurde durch ein Neues aus Metall ersetzt und die Kamine ebenso umkleidet. Der nicht begehbare Dachbaden wurde mit Dämmmaterial ausgefüllt und so das Problem der Temperaturextreme in den Räumlichkeiten gelöst.
Ein altes Rolltor auf der Westseite wurde durch eine Tür und ein Fenster ersetzt und die gesamte Fassade mit Holz verkleidet. die grundsätzlich vertikal laufende Verkleidung aus Lärchenholz wird bei Fenstern und Türen durch horizontale Bereiche unterbrochen. Dies gibt dem langen und schmalen Gebäude eine interessante Gliederung. Auch ein vormals hässlicher Stromkasten verschwand unter einer ansehnlichen hölzernen Verkleidung. Weinranken auf der Südseite des Gebäudes werden das nun ohnehin freundlich wirkende Gebäude in naher Zukunft noch einladender wirken lassen. „Alles in allem kein Vergleich mehr zu dem unschönen alten Anblick vor der Sanierung“ freut sich die Familie, deren Wohnhaus nur wenige Meter gegenüber des alten Wirtschaftsgebäudes liegt.

Ein Teil des neu sanierten Gebäudes wird zukünftig als Logopädie-Praxis genutzt werden. Darum wurden sämtliche Räume und Eingänge behindertenfreundlich gestaltet und bereits anhand der Pläne konnten die Räumlichkeiten für diesen Zweck zertifiziert werden. Für den zweiten Teil des Gebäudes steht die neue Nutzung noch nicht fest. Jedoch können die verbliebenen Räumlichkeiten durch relativ einfache Umbaumaßnahmen noch an unterschiedliche Nutzungen angepasst werden.

„Wir sind froh, dass wir die so lange geplante Sanierung nun endlich in die Tat umgesetzt haben und hätten selbst nicht gedacht, was man aus einem so alten Gebäude noch herausholen kann“, erzählt die Bauherrin begeistert. Beeindruckt zeigt sie sich auch vom zügigen und reibungslosen Ablauf der Umbauarbeiten: „Von der ersten Besichtigung durch die Holzbau Dengler GmbH bis zur Fertigstellung der Arbeiten vergingen gerade mal drei Monate. Die eigentliche Bauzeit betrug lediglich 2 Wochen und alles kam aus einer kompetenten Hand. Jedem, der ein ähnliches altes Gebäude auf seinem Grundstück stehen hat, kann ich nur raten, sich zumindest über die Möglichkeiten eines Umbaus zu informieren. In unserem Fall jedenfalls hat sich die Investition voll gelohnt und auch die Verwendung von Holz war sicherlich die richtige Entscheidung.“