"pro Holz Bayern", so heisst das neue Werbebündnis der bayerischen Forst-, Holz und Papierwirtschaft. Ziel der Inititiative sei es, den Menschen die vielfältigen Vorteile von Holz noch stärker vor Augen zu führen und die Holzverwendung zu steigern, so Staatsminster Helmut Brunner.
Mit langfristig angelegten, gezielten Werbemaßnahmen lässt sich
nach Ansicht von Forstminister Helmut Brunner die Verwendung von Holz
aus heimischen Wäldern deutlich voranbringen. „Wir müssen den Menschen
die vielfältigen Vorteile von Holz noch stärker vor Augen führen“, sagte
Brunner in München bei der Auftaktveranstaltung für das Werbebündnis
„pro Holz Bayern“ der bayerischen Forst-, Holz- und Papierwirtschaft –
der bundesweit ersten Initiative dieser Art auf Länderebene. Brunner
erhofft sich von dem Bündnis nachhaltig wirkende Aktionen, um das
positive Image von Holz weiter auszubauen. „Es gibt viele Gründe, auf
Holz zu setzen“, sagte der Minister. Holz habe hervorragende
baubiologische und technische Eigenschaften, sei leicht zu bearbeiten,
schall- und wärmedämmend und als nachwachsender Rohstoff in großen
Mengen und auf kurzen Wegen verfügbar. Zudem habe Holz eine unschlagbare
Ökobilanz. Gerade im Baubereich sieht Brunner noch viele ungenutzte
Potenziale: Zwar habe sich der Anteil von Ein- und Zweifamilienhäusern
in Holzbauweise in den letzten 20 Jahren auf über 17 Prozent verdoppelt,
er könne aber noch deutlich gesteigert werden.
Das neue
Werbebündnis will mit gezieltem Marketing und Wissenstransfer vor allem
Architekten und Bauherren von den Vorzügen des natürlichen Baustoffs
überzeugen. Die von den Mitgliedsverbänden getragene Initiative sieht
sich aber nicht als Konkurrenz zur bundesweiten Nachfolgeorganisation
des Holzabsatzfonds „Zukunft Holz“, sondern als deren regionale
Ergänzung. Zum Aufbau der Organisation will man sich der Grundstrukturen
des Clusters Forst und Holz bedienen und dessen Netzwerke zwischen
Wissenschaft und Praxis nutzen. Die Aktionen sollen von einem Kuratorium
koordiniert werden.
Mit 2,5 Millionen Hektar Wald und einem
Vorrat von einer Milliarde Kubikmetern ist Bayern größtes deutsches
Holzland. Die Forst-, Holz- und Papierbranche zählt mit 190 000
Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 37 Milliarden Euro zu den
wichtigsten Wirtschaftszweigen im Freistaat.