Netzwerkarbeit geht vorzeitig in die Verlängerung

 

Aufgrund der guten Resonanz der Betriebe und des gestiegenen Bedarfs an neutralen Informationen rund ums Holz wurde jetzt, schon ein Jahr vor Ende der geplanten Projektlaufzeit, die Verlängerung der Netzwerkarbeit um weitere zwei Jahre beschlossen. Das Forstministerium, die beteiligten Landkreise und die Leaderaktionsgruppen waren sich einig: Eine Verlängerung nutzt dem Wald, den Betrieben und der Holzregion Bayerischer Wald.

Am Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 11:30 Uhr, überreicht Staatsminister Helmut Brunner im Landratsamt Regen die Verlängerungsurkunde an Geschäftsführer Alexander Schulze. Damit ist die kooperative Netzwerkarbeit für Holz im Bayerischen Wald bis August 2013 gesichert.

Nach zwei Jahren Laufzeit unterstützen mittlerweile über 430 eingetragene Betriebe, Institutionen, Man¬datsträger und Privatpersonen die Ziele des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald. Die Mitarbeit reicht von der Teilnahme an Veranstaltungen bis zur inhaltlichen Steuerung der Netzwerkaktivitäten.
In jedem der sechs beteiligten Landkreise Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Passau, Regen und Straubing-Bogen finden regelmäßig Arbeitskreistreffen der Netzwerkpartner statt. Hier werden die Schwerpunkte der gemeinsamen Aktivitäten bestimmt. Dadurch ist gesichert, dass die Aktionen den Interessen und dem Bedarf der teilnehmenden Betriebe entsprechen.
Finanziert wird das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald von den beteiligten Landkreisen, dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Europäischen Land¬wirtschaftsfonds. Für die Mitglieder ist die Teilnahme kostenlos.

Diese überbetriebliche Finanzierung macht das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald zum neutralen und unabhängigen Ansprechpartner für alle Themen entlang der gesamten Wert¬schöpf¬ungs¬kette Holz. Sowohl die Medien, als auch die politischen Entscheidungsträger nutzen das Netzwerk als Ideengeber und Lieferanten von Brancheninformationen.

Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld des Netzwerks ist der Wissenstransfer. Es unterhält enge Kontakte zu Forschungseinrichtungen und der Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern. Diese Nähe kommt allen Partnerbetriebe zugute, die Holz in modernen, manchmal ungewöhnlichen, Anwendungen verwenden. So konnte 2010 für einen Vortrag in Regen der renommierte Holzforscher Professor Jan-Willem van de Kuilen gewonnen werden. Netzwerkpartner aus dem gesamten Bayerischen Wald erfuhren aus erster Hand, mit welchen Innovationen im Bereich Holz sie künftig rechnen bzw. arbeiten können.

Gemeinsam geht vieles leichter und die Partnerbetriebe des Netzwerkes öffnen einander die Türen: Ob Holzernte mit dem Pferd, Sägewerk, Fenster- oder Küchenbauer. Durch das gegenseitige Kennenlernen eröffnen sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Dabei kann das Netzwerk oft den richtigen Betrieb oder Ansprechpartner vermitteln.

Auch im Internet ist das Netzwerk aktiv. Nach den Wünschen und Anforderungen der Partnerfirmen wurde eine Vernetzungsplattform installiert: Auf www.holzregion-bayerischer-wald.de finden die Betriebe seit Oktober 2010 den „Markplatz Holzregion“. Hier können sie Angebote und Gesuche einzu¬stellen und auch Privatkunden finden im Marktplatz von Brennholz bis zum Zimmereibetrieb ihren Ansprechpartner im Bayerischen Wald.

Auch künftig wird das Netzwerk mit verschiedenen Aktionen die Holzverwendung in der Region steigern. So wird es 2011 erstmals einen Holzbaupreis Bayerischer Wald geben. Zudem sind eine mehrtägige Innovationenmesse sowie verschiedenen Veranstaltungen zum „Internationalen Jahr der Wälder“ in Planung. Ziel ist es, im Laufe des kommenden Jahres die Zahl der Netzwerkpartner auf über 500 zu steigern, damit künftig noch mehr Betriebe von der gemeinsamen Arbeit für das regionale Holz profitieren.