Das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald
Holz ist der Roh-, Bau und Werkstoff der Zukunft und der Bayerische Wald eine der holzreichsten Regionen Europas. Nirgendwo wachsen mehr Bäume pro Hektar als hier und in Niederbayern sind knapp 45.000 Menschen direkt oder indirekt in der Holzbranche beschäftigt. Trotz dieses großen Potentials wird der Rohstoff Holz im Bayerischen Wald noch immer nicht optimal genutzt. Das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, die Holzverwendung in der Region zu steigern und somit die Wertschöpfung der ansässigen Holzbetriebe zu erhöhen.
Ein Drittel der Landesfläche Bayerns ist mit Wald bedeckt, rund eine Milliarde Kubikmeter Holz steht in diesen Wäldern. Und: Jede Sekunde wächst bayernweit ein Kubikmeter Holz nach. Alleine in Niederbayern sind in den letzten 39 Jahren 15.000 Hektar hinzugekommen und die derzeit 350.000 Hektar Wald werden von 30.000 Waldbesitzern bewirtschaftet. Der Bayerische Wald zählt zu den waldreichsten Gegenden Europas und schon immer wurde das Holz von den Menschen in all seinen vielfältigen Möglichkeiten, zum Heizen, zum Bauen und für Möbel, verwendet und hat die Entwicklung der Region nachhaltig geprägt. Die wirtschaftliche Bedeutung von Wald, Forst und Holz in der Region ist bis heute enorm, wird jedoch häufig unterschätzt. Und: Trotz der reichen Holzvorräte liegen die Holzverwendung und die Wertschöpfung der Holzbetriebe im Bayerischen Wald noch immer deutlich unter ihren eigentlichen Möglichkeiten.
Mit dem Ziel die Holzverwendung im Bayerischen Wald zu steigern und die Wertschöpfung der ansäs-sigen Holz-Betriebe zu erhöhen, wurde im Herbst 2008 das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald ins Leben gerufen. Das Netzwerk ist der regionale Partner der Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern und mittlerweile haben sich über 460 Betriebe, Institutionen und Personen der Initiative für mehr Holz im Bayerischen Wald angeschlossen. Getragen wird das Netzwerk Forst und Holz Bayeri-scher Wald von den sechs Bayerwald-Landkreisen, dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds. Für die Mitglieder ist die Teilnahme am Netzwerk kostenlos.
Im Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald haben sich Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette Holz zusammengeschlossen. Die Vielfalt der Partner reicht von Waldbesitzern, über Säger, Zimmerer und Schreiner bis hin zu Spielzeug-Herstellern, Restauratoren und Künstlern. Jeder der direkt oder indirekt mit Holz arbeitet ist willkommen, sich mit seinen Ideen im Netzwerk einzubringen. Zudem pflegt das Netzwerk enge Kontakte zu Forschungseinrichtungen, dem Cluster Forst und Holz in Bayern und politischen Entscheidungsträger auf regionaler und überregionaler Ebene.
In jedem der sechs beteiligten Landkreise, Cham, Straubing-Bogen, Passau, Regen, Freyung-Grafenau und Deggendorf finden regelmäßig Arbeitskreistreffen statt, in denen die Schwerpunkte der Netzwerkarbeit bestimmt werden. Das Büro des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern befindet sich in Regen. Von dort aus koordinieren Geschäftsführer Dipl. Forstwirt Alexander Schulze und Dipl. Kulturwirtin Anke Wischnewski die Netzwerkaktivitäten.
Die Betriebe unterstützen, die Nachfrage nach Holz erhöhen und die praktische Verfügbarkeit der regional vorhandenen Holzvorräte optimieren. Auf diesen Wegen möchte das Netzwerk sein Ziel, mehr Holzverwendung und mehr Wertschöpfung aus Holz in der Region, erreichen. Oberste Priorität bei allen Netzwerkaktionen hat die aktive Einbindung der Netzwerk-Partner. Zudem wird eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Betrieben angestrebt.
Das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald organisiert gemeinsame Messeauftritte und Fach-Veranstaltungen für seine Partner, berät neutral in Sachen Holzverwendung und bringt das Thema Holz durch Pressearbeit an die Öffentlichkeit. Der Marktplatz Holzregion auf der Internetseite des Netzwerks macht seit kurzem die Zusammenarbeit zwischen den Betrieben noch einfacher. Ganz neu ist auch eine Broschüre über die Vorzüge von regionalem Holz für Endkunden, die die Partnerbetriebe über das Netzwerk beziehen und für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden können.
Dipl. Kulturwirtin Univ. Anke Wischnewski (15.06.2011)