Herausragende Architektur in der Region mit dem Holzbaupreis Bayerischer Wald 2011 ausgezeichnet

 
Umweltfreundlich, kostengünstig, zweckmäßig, ästhetisch und aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz; So sind die Bauten die am Freitag den 14. Oktober mit dem Ersten Holzbaupreis Bayerischer Wald ausgezeichnet wurden. Die Gewinner des regionalen Architekturwettbewerbs zeigen, was mit dem modernen Baustoff Holz heute alles möglich ist, sei es im privaten, gewerblichen oder öffentlichen Bauen. Auch Staatsminister Helmut Brunner, der die Preise und Auszeichnungen überreichte, betonte die Leuchtturmfunktion der ausgezeichneten Gebäude: „Wenn sich noch mehr Bauherren in Bayern für den Baustoff Holz entscheiden sollen, dann brauchen wir solche Vorbilder.“



Die Preisträger mit (erste Reihe von li.) Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau Ludwig Lankl, Staatsminster Helmut Brunner, Bürgermeister der Gemeinde St. Oswald Ludwig Lankl und Netzwerkgeschäftsführer Alexander Schulze 









Der Fachjury war es alles andere als leicht gefallen, aus den über 50 Bewerbungen aus dem gesamten Bayerischen Wald die Preisträger zu ermitteln. Um der hohen Qualität und der Vielfalt der eingereichten Objekte gerecht zu werden, wurden deshalb neben den ursprünglich geplanten drei Preisen zusätzlich drei Auszeichnungen verliehen. Die Preisverleihung im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald vor über 80 Teilnehmern übernahm neben dem Juryvorsitzenden Oliver Lederer Staatsminister Helmut Brunner, der den regionalen Architekturwettbewerb von Anfang an als Schirmherr unterstützt hatte. Geehrt wurden, als Urheber der ausgezeichneten Beiträge, Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe gleichermaßen.

Zu den Preisträgern zählt eine Hackschnitzellagerhalle im Landkreis Straubing-Bogen. Be-sonders im Innenraum hebt sich das Gebäude durch seine konstruktive und räumliche Qualität von der üblichen Bauweise solcher Lagerhallen ab und besticht durch die durchdachte und handwerklich perfekte Ausführung sowie eine fast poetische Lichtstimmung.
Der zweite der Preisträger, der Baumwipfelpfad mit Baumturm in Neuschönau, zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten des modernen Ingenieurholzbaus. Trotz seiner gewaltigen Höhe von 44 Metern wurde er sensibel in den Lebensraum Wald integriert und ist bereits heute ein Hauptanziehungspunkt für Besucher der Region.
Erstaunlich einfach, aber keinesfalls simpel ist der dritte der Preisträger, ein Energiesparhaus in Frauenau. Der Grundgedanke von Reduktion und Energieeffizienz wurde hier konsequent umgesetzt und durch den intelligenten Einsatz des Baustoffs Holz ein zeitgemäßes und der Umgebung angepasstes Wohngebäude geschaffen.
Mit einer Auszeichnung gewürdigt wurde der BioCubator, ein Unternehmerzentrum in Straubing-Sand mit unkonventioneller Fassadengestaltung sowie eine Wohnanlage mit drei Kettenhäusern in Deggendorf, die sich durch die ideale Anpassung an seine Hanglage und den Einsatz regenerativer Energie auszeichnet. In der gleichen Kategorie prämiert wurde außerdem der Kindergartenanbau der Gemeinde Niederwinkling, wo durch die Verwendung von Holz als Baustoff ein besonders gutes Raumklima erreicht wurde. 

„Die als Preisträger oder mit einer Auszeichnung gewürdigten Objekte machen deutlich, was der Baustoff Holz alles zu leisten vermag und sollen dazu ermutigen, in Zukunft noch mehr auf den nachwachsenden Rohstoff zu setzen, auch und ganz besonders in der Holzregion Bayerischer Wald“, so der Initiator des Architekturwettbewerbs, das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald. Dass sich bereits heute eine positive Entwicklung in Richtung mehr Holz-bau abzeichnet, zeige nicht zuletzt die rege Teilnahme an der ersten Auflage des Holzbaupreises Bayerischer Wald und das Engagement der zahlreichen Personen, Institutionen und Betriebe, die den regionalen Architekturwettbewerbs für Holz unterstützt haben. So wurden die Preisgelder von jeweils 1.200 bzw. 500 Euro und die Organisation des Wettbewerbs durch Beiträge von proHolz Bayern, den Netzwerk-Landkreisen und Holzbetrieben aus der Region finanziert. Es ist geplant, die Preis- und Anerkennungsbauten im Rahmen einer Wanderausstellung in allen sechs Bayerwald-Landkreisen der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.  

Broschüre Holzbaupreis Bayerischer Wald 2011