Bau-Symposium Deggendorf - Ein Passivhaus aus Holz zahlt Ihre Rente

 

Am Freitag den 11. März fand in Deggendorf, unterstützt vom Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald, ein Bau-Symposium für Bauherren statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Passivhaus-Technologie.

Ein Passivhaus kann eine stattliche Zusatzrente bescheren. Zwar sind die Baukosten zunächst etwas höher als bei einem konventionellen Haus, doch zahlt man die eingesparten Energiekosten in einen Rentenfonds ein, kann man auf Beträge von mehreren Tausend Euro kommen, und das bei relativ geringem finanziellen Aufwand. "Ein Passivhaus kommt mit zehn Prozent des herkömmlichen Energiebedarfs aus. Durch die Dämmung und das ausgeklügelte Belüftungssystem hält es sich weitgehend selbst warm", erklärte der Architekt Bert Reiszky beim Bausymposium im ITC Deggendorf. Ein Passivhaus sei derzeit die günstigste Bauweise, wenn man die Kriterien Technologie, Fördergelder und Nachhaltigkeit berücksichtige.

Zwar kann man Passivhäuser aus jedem Material bauen, doch der Baustoff Holz eignet sich am besten. Holz ist ideal für die Statik, hat die besten Dämmeigenschaften und lässt sich deshalb filigraner verbauen - der Bauherr und Bewohner gewinnen also Platz. Zudem sind Holzwände leicht, man kann sie vorfertigen und dann in kürzester Zeit den Rohbau erstellen. Zudem müsse man Holz nicht "trocken wohnen" und könne somit schneller in den Neubau einziehen, weiß Andreas Auer, Zimmermeister der Firma Obermeyer-Holzbau aus Ortenburg.

Holz als innovativer Baustoff war auch das Thema von Alexander Schulze, dem Geschäftsführer des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald. Schulze moderierte die Veranstaltung und betonte in seinem einführenden Worten, daß der Bayerische Wald eine der holzreichsten Regionen Europas sei. "Holz ist in unserer Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Arbeitsplätze sichert und ein umweltfreundlicher Baustoff. Und: Holz wirkt sich durch die Speicherung von Kohlendioxid positiv auf unser Klima aus." "Wer mit Holz baut, tut etwas für die Umwelt und für sich selbst, denn Holz bietet eine gesundes und angenehmes Wohnklima", lautete sein Fazit. 

Auch Konrad Röthele, Energieberater der eza-allgäu in Kempten, schwärmte von der Passsivhaus-Technologie. Er selbst bewohnt ein Passivhaus mit vier Parteien und kommt für das ganze Haus auf lediglich 32 Euro an Energiekosten pro Monat. Wird es doch einmal zu kühl, heizt er mit einem kleinen Gasofen zu. Die Kosten für das Gas belaufen sich auf ca. 20 Euro pro Jahr. "Draußen gefrieren die Scheiben, aber im Haus bleibt es warm, dank der Dreifach-Verglasung und der guten Dämmung.", freute sich Röthele.

Das Bau-Symposium Deggendorf, die Veranstaltung zur Passivhaustechnologie und Holzbauweise, soll im Laufe des Jahres 2010 wiederholt werden. Informationen gibt es bei Ulrike Oertel, info@messe-event-schmiede.de , Tel 0991/ 270 54 30.