"Aufbruch jetzt! Niederbayern" aus der Sicht der Branche Forst und Holz

 

Am Montag den 18. Juli 2011 haben die Niederbayern ihren Bericht des Projekts „Aufbruch jetzt! Niederbayern“ mit demographischen Analysen und Handlungsvorschlägen an Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben. Forst und Holz sind in Niederbayern eine wichtige Branche und können einen erheblichen Beitrag zur Zukunftssicherung der Region leisten.

Alexander Schulze, Geschäftsführer des Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald, brachte bei der Erarbeitung des Aufbruch jetzt!-Berichts die Belange der Branche ein. Und auch die Sprecher des Arbeitskreises Wirtschaft, Technik, Infrastruktur und des Arbeitskreises Landwirtschaft, Umwelt und Energie wiesen bei der Übergabe des Berichts auf die Bedeutung von Forst und Holz im Bayerischen Wald hin und erläuterten die möglichen Beiträge, die die Branche zu einem Aufbruch jetzt! in Niederbayern leisten kann:

  • Schon jetzt werden in Niederbayern 2 Mrd. € Umsatz pro Jahr, auf der Basis der Arbeit von über 50.000 Waldbesitzern und 14.000 Holzverarbeitenden generiert. 

  • Der Beitrag der Forst- und Holzbranche zur regionalen Wertschöpfung kann unter dem Prinzip der Nachhaltigkeit sogar noch gesteigert werden. Besonders die bisher wenig genutzten Klein- und Kleinstwaldflächen bieten noch Potential. Dies zu erreichen ist Aufgabe einer dringend notwendigen Imagekampagne für vermehrte Waldbewirtschaftung und Holzverwendung.

  • Für den Vorsitzenden des Arbeitskreises Landwirtschaft, Umwelt und Energie, Landrat Alfred Reisinger (Straubing-Bogen), haben es die Akteure vor Ort teilweise selbst in der Hand, Wertschöpfung in der Region zu generieren. Durch die Verwendung regionaler Produkte im öffentlichen und privaten Bereich und Aufbau und Nutzung einer Regionalmarke, z.B. „Bayerwald Premium Holz“ kann den privaten und öffentlichen Verbrauchern wertvolle Orientierung gegeben werden.

  • Reisinger stellt für den Arbeitskreis Landwirtschaft, Umwelt und Energie unter anderem das Ziel vor, die Holzbauquote beim öffentlichen Bauen auf 65 % und im privaten Bauen auf 35 % zu steigern. Dies entspräche in etwa einer Verdoppelung der momentanen Holzbauquote auf das Niveau, das in Österreich bereits erreicht ist. Bundesweit nähme Niederbayern damit eine Vorreiterrolle ein!

  • Weiter empfiehlt der Aufbruch jetzt!-Bericht eine Kaskadennutzung von Holz, also die Mehrfachverwendung in verschiedenen Nutzungen. So kann der regional verfügbare Wertstoff Holz wenn er beispielsweise zunächst im Bauwesen und dann energetisch verwendet wird,  sogar mehrfach zu einer Wertschöpfung in der Region beitragen.

  • Zudem wird in dem Bericht das Netzwerks Forst und Holz Bayerischer Wald (regionaler Partner der Clusterinitiative Forst und Holz in Bayern) als positives Beispiel für koordinierende Netzwerkarbeit hervorgehoben. Wir vom Netzwerk freuen uns über dieses Bekenntniss zu einer nachhaltien Sicherung unserer Arbeit für die Holzbetriebe in der Region.

Die Branche Forst und Holz kann laut dem Aufbruch jetzt- Bericht also in vielerlei Hinsicht zur Zukunftssicherung der Region Niederbayern beitragen. HIER, auf unserer facebook-Seite, können Sie darüber abstimmen, welche Maßnahmen Ihnen am wichtigsten erscheinen und weitere Vorschläge machen.
Weitere Informationen zum Projekt "Aufbruch jetzt! Niederbayern" finden Sie HIER auf den Seiten des Regionalmanagements Deggendorf.