Argumente für Holz: Holzverwendung ist aktiver Klimaschutz

 

Der Klimawandel wurde lange Zeit unterschätzt, doch nun werden seine Auswirkungen auch in unseren Breiten sichtbar: die Gletscher der Alpen ziehen sich zurück und das Wetter wird immer extremer. Sollten die Temperaturen bis zum Jahre 2100 um mehr als 2 Grad ansteigen, so drohen laut unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen im Auftrag der UN verheerende Fluten, Dürren und Stürme. Es wird deutlich, der Klimawandel findet hier und jetzt statt! Doch was kann da die Verwendung von Holz bewirken?

Die Wälder der Erde beeinflussen das Klima auf drei Wegen. Sie tragen durch die Verdunstung von Wasser zur Bildung von kühlenden Wolken bei, absorbieren Sonnenlicht und entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid.
Durch Photosynthese wandeln Bäume unter der Verwendung von Sonnenenergie CO2 und Wasser in Zuckermoleküle um. Diese benötigen sie für den Aufbau von Blättern und Holz und für verschiedene Stoffwechselvorgänge. Bei diesem Prozess wird Kohlenstoff gespeichert und Sauerstoff freigegeben. Da Wälder sehr viel CO2 in den Bäumen speichern können, spricht man auch von CO2-Senken.
Das CO2 bleibt so lange im Holz gebunden, bis dieses verbrennt oder verrottet. In Naturwäldern gleicht sich der Auf- und Abbau der Biomasse weitgehend aus.
In bewirtschafteten Wäldern hingegen kann deutlich mehr CO2 gebunden werden- Das geerntete Holz verrottet nicht, sonder behält im verarbeiteten Zustand seine Speicherwirkung und an Stelle der alten Bäume kommen junge nach, die bei Wachstum wiederum CO2 aufnehmen. 
In welchem Umfang durch Holzverwendung CO2 gespeichert werden kann, zeigt sich besonders beim Bauen mit Holz. Einmal die 384.000 km zum Mond oder 26 Jahre jeweils 15.000 Kilometer auf der Erde. So weit könnte man mit einem durchschnittlichen Auto fahren, bevor man die Menge an CO2 die in einem Holzhaus gespeichert ist (ca. 63.000 kg), wieder in die Luft geblasen hat!
Doch auch die Verwendung von Holz in geringerem Umfang kumuliert sich zu einem deutlichen Beitrag zum Klimaschutz. So speichert ein hölzerner Schreibtisch immerhin 83 kg CO2 und der Sandkasten aus Holz 108 kg. Zudem kann Holz in vielen Fällen andere Materialien ersetzen, deren Herstellung wesentlich mehr klimaschädliches CO2 verursachen würde.
Bei der Verwendung von Holz sollte vor allem auch auf die Herkunft geachtet und regionales Holz bevorzugt werden. Erstens fallen dafür keine langen Transportwege an und zweitens werden unsere heimischen Wälder seit Jahrhunderten nachhaltig bewirtschaftet. Das heißt, es wird maximal so viel Holz geerntet, wie auch wieder nachwächst. Im Bayerischen Wald ist dies beachtlicherweise alle zehn Sekunden ein ganzer Kubikmeter!

Es zeigt sich: Die Verwendung von Holz ist ein aktiver und zugleich einfacher Beitrag zum Klimaschutz. Und: Wer auf Holz setzt, muss auf nichts verzichten! Bauen und Leben mit Holz stehen für Modernität, Ästhetik, Hochwertigkeit und Qualität. Noch mehr zu diesen positiven Argumenten für Holz finden Sie in den nächsten Ausgaben unseres Newsletters.