5 Jahre Cluster Forst und Holz in Bayern

 
Im Steinernen Saal des Bayerischen Landtags zog am Montag den 21. November die Branche Forst und Holz Bilanz. Bei der Festveranstaltung zum 5jährigen Bestehen des Clusters Forst- und Holz in Bayern klang Stolz auf das Erreichte, aber auch die Notwendigkeit der Weiterentwicklung des Clusters an.

Knapp 200 geladene Gäste waren gekommen. Es war eine beeindruckende Versammlung vieler Entscheidungsträger, Branchenvertreter, Verbandspräsidenten und Unternehmer der Wertschöpfungskette Forst und Holz. Forstminister Helmut Brunner nahm sich für diese Veranstaltung über fünf Stunden Zeit, um auszulotsen, was die Branche bewegt. Auch zehn Landtagsabgeordnete der Ausschüsse hatten sich eingefunden. Nicht nur um ein Resumée der vergangenen Jahre, sondern vielmehr um die Zukunftsausrichtung der Cluster-Initiative zu erleben.

In der Vergangenheit gründeten sich 13 regionale Netzwerke, unter Ihnen das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald. Der Cluster ist auf dem richtigen Weg zu einem schlagkräftigen Wirtschaftsfaktor zu werden. Die Maßnahmen der Cluster-Initiative tragen dazu bei, wie auch die von der Cluster-Geschäftsstelle unterstützten Fachtagungen und Messen.

In den vergangenen 5 Jahren stellte der Freistaat Bayern insgesamt knapp 1,6 Millionen zur Verfügung. In den kommenden vier Jahren soll eine weitere knappe Million Euro fließen. Das ist beruhigend, doch ist es nur eine Förderung, ein Zuschuss für die Arbeit, deren Finanzierung aus der Branche selbst kommen muss. "Mit der erfolgreichen Arbeit des Clusters ist es gelungen, die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung deutlich zu festigen, auszubauen und zu intensivieren", sagte Staatsminister Helmut Brunner in seiner Festrede. "Damit wird langfristig die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Branche nachhaltig gestärkt."

Erfolg ist kein Grund sich zurückzulehnen, darin waren sich die Fachleute einig. Holz besitzt eine Schlüsselrolle bei Klimaschutz und Energiewende. In den Ausführungen der Festredner ging es neben der verantwortungsvollen Entwicklung von Forst, Wald und Produkten vor allem um die Zukunft der Wissenschaft und der Wissensvermittlung im fachlichen und im gesellschaftlichen Umfeld. Wichtige Themen waren die finanzielle Zukunft der Wissenschaft und Forschung, der Aufbau einer Innovationskultur und die Zukunft des Marketingbündnisses "pro Holz Bayern".

Eine gemeinsame Marketing-Strategie ist wichtig. "Wir haben alle guten Argumente. Jetzt kommt es darauf an, sie in die Bevölkerung nach außen zu tragen", sagte Clustersprecher Prof. Gerd Wegener. Marketing kostet Geld. Es muss letztendlich aus der Branche finanziert werden. Sehr emotional und präzise, brachte das Peter Aicher, Präsident des Landesinnungsverbandes des Zimmererhandwerks, auf den Punkt: "Das ist der Schritt in die richtige Richtung. Wir Holzbauunternehmer verstehen darunter, sich auf die gemeinsame Sache "Forst und Holz" zu besinnen und mit einem freiwilligen Beitrag für die weitere Entwicklung der Wertschöpfung zu engagieren. Das meine werten Unternehmerkollegen aus der Forst- und Holzwirtschaft erwarte ich auch von Ihnen", sagte er. Und die Finanzierung aus den einzelnen Teilbranchen hat bereits erfolgreich begonnen. In den folgenden Monaten geht es darum, für die gemeinsame Sache "pro Holz Bayern" weitere Einzahler zu überzeugen.

"Pro Holz" heißt auch "pro Waldpflege", "pro Architektur- und Stadtentwicklung" und letztendlich "pro Klimaschutz". Die Branche hat derzeit alle Chancen öffentlich gehört und verstanden zu werden. Die 5-Jahres-Feier des Clusters Forst und Holz in Bayern, zeigte aber auch, dass es an den Branchenmitgliedern liegt, diese Chancen jetzt zu nutzen.

Text: Cluster Forst und Holz in Bayern


Weitere Informationen und Bilder zur Veranstaltung, auf der auch das Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald und seine Partner vertreten waren, finden Sie HIER auf den Seiten des Clusters Forst und Holz in Bayern.